Universal-, applikationsspezifische oder Sonderprüfmaschine?
Wie Sie den richtigen Maschinentyp für Ihre Prüfaufgabe wählen: flexible Universalmaschine, eine auf Ihren Anwendungsfall optimierte Prüflösung oder eine Sondermaschine für genau ein Bauteil.
Am Anfang jeder Investition in Prüftechnik steht die Frage nach dem richtigen Maschinentyp. Es gibt drei Wege: die Standard- bzw. Universalprüfmaschine, die applikationsspezifische Prüflösung und die Sonderprüfmaschine als Einzellösung. Die falsche Wahl ist in beide Richtungen teuer. Dieser Beitrag hilft Ihnen, den passenden Weg zu finden, bevor Sie ein Angebot einholen.
Standard- bzw. Universalprüfmaschine: flexibel und normgerecht
Eine Universalprüfmaschine ist die richtige Wahl, wenn Ihre Prüfaufgabe gut definiert und weitgehend normgerecht ist: klassische Zug-, Druck- und Biegeversuche an Materialien oder einfachen Bauteilen, überschaubare Kräfte, keine ungewöhnliche Einspannsituation. Sie bekommen mit einer flexiblen Standardlösung schnell belastbare Ergebnisse zu einem attraktiven Preis.
Applikationsspezifische Prüflösung: auf einen Anwendungsfall optimiert
Eine applikationsspezifische Prüflösung ist eine Sondermaschine, die auf einen wiederkehrenden Anwendungsfall optimiert ist und sich für mehrere Kunden und deren ähnliche Komponenten einsetzen lässt. Sie verbindet die Passgenauigkeit einer Sondermaschine mit der Wirtschaftlichkeit einer erprobten, mehrfach genutzten Lösung, etwa für eine bestimmte Bauteilfamilie oder die Prüfnorm einer Branche.
Sonderprüfmaschine: die Einzellösung für genau Ihr Bauteil
Eine Sonderprüfmaschine ist die kundenspezifische Einzellösung: von Grund auf um genau ein Bauteil und dessen Lastkollektiv herum konstruiert, wenn es dafür weder eine Standardmaschine noch eine passende applikationsspezifische Lösung gibt. Sie ist der richtige Weg bei komplexen Lastkollektiven, mehrachsiger Belastung, speziellen Einspannungen, besonderen Umgebungsbedingungen oder der Integration in die Fertigungslinie.
Die vier Fragen, die die Entscheidung bestimmen
- Prüfaufgabe: Lässt sich Ihr Lastkollektiv mit Standard-Zug, -Druck oder -Biege abbilden, oder braucht es eine spezielle Kinematik?
- Norm: Gibt es eine Norm, die eine bestimmte Prüfanordnung vorschreibt?
- Wiederkehr: Ist Ihr Fall ein Einzelstück oder ein wiederkehrender Anwendungsfall, für den sich eine applikationsspezifische Lösung lohnt?
- Lebenszyklus: Werden sich Ihre Prüflinge in den nächsten Jahren ändern, muss die Maschine mitwachsen?
Was die falsche Wahl kostet
Der Kaufpreis ist selten das Teuerste an einer Prüfmaschine. Teuer wird, was danach kommt: Umbauten, Stillstand, nicht belastbare Ergebnisse. Am teuersten ist der Fehler, den eine unpassende Prüfung nicht findet. Nach der Zehnerregel der Fehlerkosten kostet ein Fehler in der Produktion das Zehnfache, beim Kunden im Feld das Hundertfache. Die richtige Frage lautet deshalb nicht „Was kostet die Prüfung?“, sondern „Was kostet der Fehler, den wir nicht gefunden haben?“.
Wie DYNA-MESS vorgeht
DYNA-MESS deckt alle drei Wege ab: Universalprüfmaschinen, standardisierte applikationsspezifische Prüflösungen und individuelle Sonderprüfmaschinen, entwickelt und gefertigt in Aachen seit 1985. Nach dem Bauteil-First-Ansatz beginnen wir bei Ihrem Prüfling und seinem Lastkollektiv und wählen den wirtschaftlichsten Weg. Jede Maschine arbeitet mit unserer Regelelektronik DYNA-CLC und der Anwendersoftware DYNA-TCC und ist über den ganzen Lebenszyklus modernisierbar. Mehr dazu im Whitepaper „Dynamisches Testen“.
Der nächste Schritt
Sie sind unsicher, welcher Weg für Ihre Prüfaufgabe der richtige ist? Schildern Sie uns Ihr Bauteil und Ihr Lastkollektiv. In einem kurzen Vorangebotsgespräch klären wir mit Ihnen, ob Standard, applikationsspezifische Lösung oder Sondermaschine wirtschaftlich am besten passt.
Häufige Fragen: Universal-, applikationsspezifische oder Sonderprüfmaschine
Was ist der Unterschied zwischen Universal-, applikationsspezifischer und Sonderprüfmaschine?
Eine Universalprüfmaschine deckt normgerechte Standardprüfungen flexibel ab. Eine applikationsspezifische Prüflösung ist eine auf einen Anwendungsfall optimierte Sondermaschine, die für mehrere Kunden und ähnliche Komponenten nutzbar ist. Eine Sonderprüfmaschine ist die Einzellösung, die um genau ein Bauteil herum konstruiert wird.
Was unterscheidet eine applikationsspezifische Prüflösung von einer Sonderprüfmaschine?
Die applikationsspezifische Prüflösung ist auf einen wiederkehrenden Anwendungsfall optimiert und lässt sich für mehrere Kunden und deren Komponenten einsetzen. Die Sonderprüfmaschine ist eine Einzelmaschine für genau ein Bauteil oder einen konkreten Fall.
Wann reicht eine Standardprüfmaschine aus?
Wenn Ihre Prüfaufgabe klar definiert und normgerecht ist, etwa klassische Zug-, Druck- oder Biegeversuche mit überschaubaren Kräften und ohne besondere Einspannsituation.
Ist eine Sonderprüfmaschine immer teurer?
Nicht über den Lebenszyklus. Entscheidend ist die Total Cost samt Fehlerkosten: Ein nicht gefundener Fehler kostet im Feld ein Vielfaches des Prüfaufwands.







