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Warum Bauteile im Feld versagen und wie Prüfung das verhindert

Warum Produkte den Labortest bestehen und trotzdem im Einsatz ausfallen, und wie realitätsnahe, dynamische Prüfung Ausfälle verhindert.

Ein Bauteil besteht die Freigabe im Labor und versagt trotzdem im Einsatz. Die meisten Bauteile versagen nicht durch eine einzelne Überlast, sondern durch Ermüdung über Millionen Lastwechsel. Für Hersteller ist das der teuerste Fall: Reklamationen, Rückrufe, Haftung. Die Ursache liegt fast nie am Zufall, sondern daran, wie geprüft wurde.

Die häufigsten Ursachen

Feldausfälle sind meist Ermüdungsbrüche: Das Bauteil hält die einmalige Höchstlast problemlos aus, versagt aber nach vielen Lastwechseln. Dazu kommen reale Lastkollektive mit Überlagerungen, Stößen und wechselnden Richtungen, oft mehrachsig, sowie Umwelteinflüsse wie Temperatur, Feuchte oder Medien, die im Labor häufig ausgeblendet werden.

Warum Standardtests das oft nicht abbilden

Ein statischer Zugversuch belastet einmalig bis zu einer Grenze und beantwortet nur, wie viel ein Bauteil einmal aushält, nicht, wie lange es unter realer Belastung hält. Wirtschaftlich zählt die Zehnerregel der Fehlerkosten: Ein Fehler kostet in der Entwicklung eine Einheit, in der Produktion das Zehnfache, im Feld das Hundertfache. Die richtige Frage ist deshalb nicht „Was kostet die Prüfung?“, sondern „Was kostet der Fehler, den wir nicht gefunden haben?“.

Wie realitätsnahe Prüfung Ausfälle verhindert

Belastbare Aussagen entstehen, wenn die Prüfung die Realität nachbildet. Dynamisches Testen bildet ab, was ein Produkt im Einsatz erlebt: schwingende, wiederholte, oft mehrachsige Belastung über die gesamte Lebensdauer. Bewährte Verfahren sind Schwingfestigkeitsprüfung, Betriebslastennachfahren und mehraxiale Prüfung, mit realistischen Lastkollektiven statt einer Einzellast.

Wie DYNA-MESS Prüfungen realitätsnah macht

Der Schlüssel liegt an der Schnittstelle zwischen Bauteil und Prüfmaschine. Nach dem Bauteil-First-Ansatz beginnen wir bei Ihrem Prüfling und seinem Lastkollektiv und konstruieren die Prüfung darum herum, seit 1985, entwickelt und gefertigt in Aachen. Die Grundlagen dazu finden Sie im Whitepaper „Dynamisches Testen“.

Der nächste Schritt

Sie hatten Feldausfälle oder wollen sie ausschließen? Schildern Sie uns Bauteil und Einsatzbedingungen. Wir klären mit Ihnen, welche Prüfung die reale Belastung abbildet.

Häufige Fragen: Bauteilversagen und dynamische Prüfung

Warum besteht ein Bauteil den Labortest, versagt aber im Feld?

Meist wegen Ermüdung: Das Bauteil hält die einmalige Höchstlast aus, versagt aber nach Millionen Lastwechseln oder unter realen, mehrachsigen Belastungen, die ein statischer Labortest nicht abbildet.

Worin unterscheidet sich dynamische von statischer Prüfung?

Eine statische Prüfung belastet einmalig bis zu einer Grenze. Bauteile versagen im Feld aber meist durch Ermüdung über Millionen Lastwechsel, und das macht nur die dynamische Prüfung sichtbar.

Was besagt die Zehnerregel der Fehlerkosten?

Ein Fehler kostet in der Entwicklung eine Einheit, in der Produktion das Zehnfache und beim Kunden im Feld das Hundertfache. Frühe, realitätsnahe Prüfung senkt dieses Risiko deutlich.

Kann DYNA-MESS reale Lastkollektive abbilden?

Ja. DYNA-MESS entwickelt Prüfsysteme, die reale Lastkollektive und, wo nötig, Umgebungsbedingungen nachbilden, bis hin zur End-of-Line-Prüfung in der Serie.